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Segeln: Abenteuer – Natur – Leidenschaft – Sehnsucht

 

Mallorca

Heute sind wir nach einem sehr angenehmen Flug auf Mallorca angekommen. Wir sind sehr früh aufgestanden um, um 5:15 Uhr am Flughafen in Stuttgart zu sein. Unserer Ankunftszeit in Mallorca war 8:40 Uhr. Mit zwei Taxen wurden wir zum Hafen in Palma de Mallorca (Real Club Nautico) gebracht. Das Boot war noch nicht gereinigt und deshalb hatten wir genug Zeit das entgangene Frühstück nachzuholen. Während des Frühstückes wurde festgelegt was zum Essen und Trinken eingekauft wird. Gesagt getan. Ein Teil der Crew besorgte die Lebensmittel. Ein andere Teil wurde damit betraut ein Lokale Simkarte zu besorgen. Aufgrund der Schwere und Größe der Simkarte wurde aus dem Einkauf ein Höllentrip. Nach etwa 3 Stunden waren die Crewmitglieder ziemlich erschöpft wieder zurück :-).

Das Schiff wurde um 13:00 Uhr zum einchecken freigegeben. Alles wurde verstaut und die Kühlschränke wurden auf Höchstleistung gestellt um das eingelagerte Bier so schnell wie möglich auf eine trinkbare Temperatur zu bringen. Bevor wir zum Abendessen kamen, erfolgte die notwendige Sicherheitseinweisung um der Crew die Gefahren des Segelns aufzuzeigen und eventuelle Gegenmaßnahmen hinzuweisen. Müde aber mit Vorfreude auf das Abendessen sind wir nach Mallorca in den alten Hafen gegangen um hier in einem sehr guten Restaurant einen guten gegrillten Fisch zu genießen. Die Rechnung war hoch, aber das Essen hat sehr gut geschmeckt. Zufrieden mit dem Tag ging es zurück zu unserem Segelschiff, dass unsere Zuhause sein wird für die Nächsten 14 Tage.

 

 

Crew

 

Track

 

Palma – Cabrera (Anfang)

Ja heute beginnt nun der Ausbildungstörn. Wir werden heute von Palma nach Cabrera segeln. Heute stehen keine großen Übungsmanöver auf dem Plan. Ziel ist es jeden mit den Eigenarten der Yacht unter Motor und unter Segel vertraut zu machen. Es wurde ein sehr schöner Schlag. Ein Zwischenstop wurde in der Bucht Cala Pie gemacht. Wir legten hier eine Pause von 1 Stunde ein die zum Schwimmen genutzt wurde. Die Bucht kann von uns sehr empfohlen werden. Unserer Meinung nach eignet sich diese Bucht auch zur Übernachtung. Dann ging es weiter unter Segeln nach Cabrera.

Dort angekommen übten wir noch vor der Bucht der Rettungsmanöver unter Motor. Und Schluss endlich wurde der Tagestörn in der Bucht von Cabrera an der Boje hängend beenden. Das Anlegen wurde etwas behindert weil ein angebetener Gast sich an unserer bezahlten Boje festgemacht hatte. Nach einer kurzen Aufforderung wurde die Boje aber freigemacht. In der Zwischenzeit legten wir Längszeit an unserem Schwesterschiff der Freedom an. Dort wurden wir sehr nett von Lady in Red begrüßt und mit Bier für die Crew versorgt. Zurück an unserem Bojenplatz wurde gekocht und wir wurden mit einer selbst angefertigten Pasta an den Spaghetti versorgt. Auf besonderen Wunsch des Coskippers gab es auch noch einen leckeren Salat. Zur späten Stunde haben wir noch das Dingi klargemacht um am nächsten Morgen Mobil zu sein um Brot und Brötchen für das Frühstück zu holen.

 

Cabrera – Santa Ponza

Nach einer angenehmen Nacht in der Bojenbucht von Cabrera, hat der Morgen für uns mit einem kühlen und erfrischenden Bad begonnen.
Danach hat uns die Koje1 ein sehr umfangreiches Frühstück zubereitet. Um 10 Uhr nahmen wir Kurs auf unser geplantes Tagesziel Puerto de Andraitx.
Der Wetterbericht hatte uns einen sehr windarmen Tag vorhergesagt. Deshalb haben wir am Vormittag Manöver unter Motor gefahren. Doch gegen 14 Uhr kam Wind auf und wir konnten sehr schön segeln. Der Wind frischte auf 3 – 4 Bft. auf. Nun konnten wir auch unsere Manöver unter Segel fahren.

Das hatte natürlich Zeit in Anspruch genommen und wir haben unser Tagesziel geändert. Gegen 19 Uhr sind wir dann zum Ankern in Puerto Ponza eingelaufen. Unser erstes Ankermanöver war von Erfolg gekrönt. Nun mussten wir uns aber beeilen, damit wir noch unser Proviantvorräte auffüllen. Matthias hat uns mit den Dingi an Land gebracht und wir haben noch die benötigten Dinge fürs Abendessen einkaufen können. Bei der Rückfahrt mit dem vollbeladenen Dingi, haben wir noch einen Abstecher bei unserem Schwesterschiff gemacht. Hier haben wir einen kleinen Tauschhandel durchgeführt. Aus dem Abendessen wurde dann ein Nachtessen. Es wurde ein leckeres Hühnercurry gekocht, welches sehr gut ankam. Die Stimmung an Bord ist super entspannt . Wir freuen uns schon auf den nächsten Tag.

 

Santa Ponza – Soller

Es ist 5:20 Uhr am Morgen. Ich befinde mich im Tiefschlaf und schnarche mit den anderen Matrosen um die Wette. Plötzlich schrillt der Alarm.
Hält der Anker nicht? Müssen wir erneut ein Ankermanöver durchführen? Nein, es ist nur der Wecker um pünktlich zur Arbeit zu kommen. Aber wir sind ja im Urlaub und dürfen noch weiter schlafen. Pünktlich um 10 Uhr stechen wir in See. Bei 3 kn Wind und sommerlichen Temperaturen von 30° C führen wir unter Motor (mit Gross und Kegel – Spitze nach unten) die prüfungsrelevanten Motormanöver durch.

Nachdem wir einen im Wasser ruhenden Drachen (La Dragonera) an Backbord liegen ließen ging es an die Segelmanöver. Wir übten Manöverkreise und Rettungsmanöver bis uns schwindlig wurde und fuhren dann auf direktem Wege nach Puerto Soller. Dabei konnten wir die wunderschöne Berglandschaft bei einer kühlen Cola genießen. Zu Mittag gab es ein sagenhaftes Hühnchencurry, dazu einen mallorkinischen Salat und eine knackige Melone zum Nachtisch.
Um 19:00 Uhr erreichten wir den idyllischen Hafen von Porto de Soller. Hier ergibt sich für uns die einmalige Chance unsere Bierreserven aufzufüllen.
Anschließend gönnte sich so mancher Matrose ein Bad am Strand – bei Sonnenuntergang und in Begleitung von bezaubernden Meerjungfrauen 😉

 

Soller – Pollensa

Heute haben wir wieder pünktlich den Hafen von Soller verlassen. Zuerst sind wir die herrliche Westküste unter Motor entlang gefahren. Als dann der Wind auffrischte konnten wir die Segel setzen. Leider kam der Wind aus der falschen Richtung, sodass wir aufkreuzen mussten. Wir konnte zwar schön mit einem Am Wind Kurs segeln machten aber keine Strecke.

Wir waren gezwungen, den Motor anzuschmeißen um noch pünktlich im Hafen anzukommen. Nachdem wir den nördlichsten Punkt von Mallorca passiert hatten, konnten auch wieder die Segel gesetzt werden. Nach mehreren Rettungsmanövern unter Segel fuhren wir in den Hafen von Pollensa ein. Wir wurden von einer Einmann Band mit Bluesmusik empfangen. Der Liegeplatz liegt direkt vor einer Cantina. Nach dem obligatorischen Anlegerbier wurde von unseren beiden Hobbyköchen (Stefan und Dietmar) eine fantastisch schmeckendes Abendessen zubereitet. Sehr spät bzw. früh ging es in die Kojen. Rundum, ein gelungener Tag.

 

Pollensa – Menorca

Zuerst wurde im Hafengelände von Puerto de Pollensa Anlegemanöver gefahren. Das Ablegen wurde mit dem Eindampfen in die Vorspring geübt.Nach Abschluss der Übungen wurde gegen 16:00 Uhr der Anker heruntergelassen. Nach einer kurzen Ruhepause, wurde das Abendessen eingenommen.

Heute gab es Schweinerückensteak und Schweinehals an griechischem Salat mit Baguett. In diesem Tag war das Abendessen wesentlich früher als an den Vorabenden, da eine Nachtfahrt in Richtung Menorca anstand. Um 20:30 Uhr wurde der Anker gelichtet und es ging nach einer Sicherheitseinweisung für die Nachtfahrt in Richtung Menorca. Ziel war der Hafen von Mahon. Die Nachtfahrt wurde teilweise unter Segel und unter Motor bewältigt. Am Morgen um 8:30 erreichten wir den Hafen von Mahon. In Vorfreude auf eine Dusche und einen schönen Stadtbummel fuhren wir in den Hafen ein. Leider wurde das Vorhaben durch die zu hohen Liegekosten (130 Euro pro Tag) zu Nichte gemacht. Wir entschlossen uns eine schöne Bucht zum Ankern (for free) zu suchen. Nun liegt unsere Yacht in der Bucht Cala all Caufa und wir geniessen die Wärme und den kühlenden Wind vom Meer unter der Bimini im Schatten und die Möglichkeit zu baden. Es ist ein Genuss direkt von der Yacht in das Meer zu springen. Aufgrund der Wetterlage haben wir noch eine geschütztere Bucht aufgesucht. Dorthin kamen wir mit einem reinen Vorwindkurs, der es uns ermöglichte die Segel im Schmetterling einzustellen. Das Vorwindsegeln mit dieser Segelstellung konnte dann von der Crew ausgiebig trainiert werden.Wir segelten fälschlicher Weise an der ausgesuchten Bucht vorbei und mussten zur Freude der Crew (Endlich Aktion) mit Amwindkurs zurücksegeln. In der Bucht Biniparaz (Menorca) wurde mit Anker und Heckleine festgemacht. Wieder ging ein schöner Segeltag zu Ende.

 

Biniparrailix – Cala Ratjada

Heute hatten wir eine sehr ruhige Nacht. Neben einem Buganker hatten wir unser Schiff achtern an zwei Felsen festgemacht, weshalb unser Schiff felsenfest in der wunderschönen Bucht Biniparaz stand. Nach einem erfrischenden Bad verwöhnten uns die Bordköche mit einem nahrhaften Frühstück. Nachdem unser Schiff klargemacht war lichteten wir um 9:30 den Anker und nahmen Kurs auf die Party Stadt Cala Ratjada (Kurs 258°). Bei einer Windstärke von 15 kn und einer Wellenhöhe von 1,5 m führten wir „Segelstifte“ auf halber Strecke Boje-über-Bord-Manöver durch.

In voller Montur ging’s darum die Boje bei harten Rahmenbedingungen an Bord zu holen. Dann gings mit vollen Segeln in den Hafen Cala Ratjada. Nachdem wir unsere Lebensmittelvorräte aufgefüllt hatten gingen wir in eine leckere Tapas-Bar. Soviel zum ruhigen Teil unseres Tages. Anschließend gesellten wir uns zu den Nachtschwärmern und machten die Stadt unsicher. Im „Bierbrunnen“ feierten wir – umgeben von außerordentlich jungem Publikum. Auf Wunsch unseres Co-Skippers kehrten wir dann in die gediegene Bar „Bolero“ ein und genehmigten uns so manch einen guten Drink. Dabei genossen wir den Ausblick auf die reizenden Sehenswürdigkeiten der Stadt 😉 Auf Einladung unseres Barkeepers „Carlos“ bekamen wir freien Eintritt in die hauseigene Disko und tanzten in den morgen hinein. Wie es sich für eine richtige Seemanschaft gehört, kehrten wir vollzählig wieder an Bord unserer „Blue Heaven“ zurück.

 

Cala – Ratjada – Calla D’or

Nach der sportlichen Nacht fiel uns das frühe Aufstehen nicht leicht. Ein deftiges Frühstück mit viel Kaffee sollte uns fit für den Tag machen. Nachdem unser Schiff ordentlich gereinigt war, stachen wir in See. Da unser Ziel – das Bestehen der Segelprüfung – immer näher rückt, übten wir fleißig Manöver. Anschließend segelten wir in Richtung Calla D’or. Auf einer langen Halbwindstrecke fielen so manchem die Augen zu. Nach einem erneuten Kommando waren aber alle wieder blitzwach und bedienten die Schoten nach Gusto des Steuermanns. 8 sm vor unserem Ziel erblickten wir das andere SKS-Boot, ca. 2 sm vor uns.

Da wir auf keinen Fall als Zweiter im Hafen einlaufen wollten, trimmten wir was das Zeug hielt. Luken wurden geöffnet und geschlossen, die Sprayhood wurde bei Raumwindkurs geöffnet und die Schoten wurden unter Berücksichtigung der Logge gefiert und dicht geholt. Stück für Stück näherten wir uns dem konkurrierenden Boot. Die Crew vom anderen Boot wollten die Niederlage jedoch nicht auf sich sitzen lassen, weshalb kurzer Hand die Segel geborgen wurden. Beim Einholen des Großsegels verklemmte sich selbiges und wir segelten triumphierend an unseren Vereinskollegen vorbei und waren als erstes im Hafen 😉 Beim Einfahren in den Hafen, genossen wir den Blick auf Luxus-Villen und gigantische Yachten. Der Hafen war topmodern und luxuriös. Als Belohnung für den tollen Sieg gönnten wir uns eine ordentliche Portion Pesto.

 

 

Cala D’or – Isola Cabina

Der heutige Morgen begann für unseren Skipper und mich mit einer Joggingrunde durch ein nobles Villen-Viertel alla Desperates Houswifes. Wir schnaubten vorbei an hohen Zäunen und hohen Mauern und erhaschten so manchen Blick auf schöne Häuser mit schönen Gartenanlagen. Unser Morgensport endete in einer gutriechenden, spanischen Bäckerei.

Die Schoko-Croissants waren der Gipfel des anschließenden Frühstücks. Nach einem schönen Segeltag legten wir in der Bucht „Isla Sabina“ ein astreines Ankermanöver hin. Anschließend wurde ich (Florian) mit einem Bootsmannsstuhl auf die Mastspitze gezogen. In luftiger Höhe machte ich Fotos von unserem Boot mit Crew und genoss die herrliche Aussicht. Zu guter letzt sprangen wir ins Wasser und bestaunten einen herrlichen Sonnenuntergang. Wieder zurück an Bord erarbeiteten wir gemeinsam eine geniale Geschäftsidee. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich hier nur sagen, dass unser Co-Skipper und eine große und „exklusive“ Motoryacht mit involviert sind. Weitere Details erfahrt Ihr in naher Zukunft.

 

Isola Cabina – El Arenal

Wie jeden Morgen gab es erst einmal ein gutes Frühstück um für die nächsten paar Stunden Kraft genug zu haben für das anschliessende Training. Die ersten Einheiten waren Manöverkreise und Kursfahren. Es war wieder sehr heiß, sodass wir froh waren wenn ein Kurs gefahren wurde der uns kühlenden Fahrtwind brachte.

Um an unser Ziel zu kommen mussten wir Strecke machen fuhren wir mit Raumenwind in Richtung El Arena . Dieser Wind hat den Nachteil das kaum Fahrtwind vorhanden ist und dadurch keine Kühlung zustande kommt. Vor der Einfahrt in den Hafen kamen wieder Übungsfahrten, die wieder für Schwung in der Crew sorgten. Im Hafen angelangt wurde erst einmal Proviant gebunkert und die Gestaltung des Abends diskutiert.Es gab die Trennung in Pro und Contra Ballermann. Nach dem Essen trennten sich die Gruppen.

 

El Arenal – Palma

Heute war der finale Tag unseres Ausbildungstörns. Am heutigen Tag stand die Prüfung an. Der Skipper des Schwesterbootes sagte ein Wind für die Prüfung von 17 Knoten voraus. Doch wie es manchmal mit Vorhersagen so ist, trat dies nicht ein. Wir dümpelten mit unserem Prüfer Käptian Mayer Brenkhoff in der Bucht von Palma herum und warteten auf Wind. Deshalb wurden zuerst die Manöver unter Motor gefahren. Anschließend wurden die Segel gehisst und weiter ging’s mit den Manövern unter Segel. Auf Anraten des Prüfers wurde dabei hin und wieder das Bier für die anschießende Feier gekühlt 😉

Wir schafften alle die Prüfung mit einem „summacum laudum“. Unsere beiden Skipper wurden für ihre tadellose Arbeit gelobt. Kapitän Mayer Brenkhoff meinte wortwörtlich, dass wir die beste Prüfung der Saison hingelegt haben und verabschiedete sich mit einem flotten Spruch von Bord. Anschließend übernahmen die Skipper das Boot und schifften uns zurück in den Hafen. Dort feierten wir unseren Erfolg und ließen die vergangenen 14 Tage revue passieren.

Insgesamt hatten wir gemeinsam sehr viel Spaß und genossen die gemeinsame Zeit mit einer harmonischen und eingespielten Crew. Trotz der Prüfungsvorbereitungen konnten wir uns prächtig erholen. Ein großes Lob geht an unsere beiden Skipper, welche wirklich hervorragende Arbeit geleistet haben.
Durch die gute Schule konnten wir der finalen Prüfung mit Gelassenheit entgegenblicken. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Segeleinheiten 🙂

 

Bilder